Fische online kaufen – Hintergründe und Empfehlungen

Vorbereitung

In der heutigen Zeit kann wirklich alles im Internet gekauft werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch lebende Tiere und somit Fische im Netz angeboten werden. Häufig verstecken sich hinter den Anbietern kleinere Zoofachläden, die zwecks ungünstiger Ortslage auf das Medium Internet zurückgreifen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Durch das breite Spektrum an einzelnen Züchtern kann die gewünschte Fischart selbst in die hinterste Ecke der Republik versandt werden.

Allgemeines


Fische online kaufen ist Vertrauenssache. Machen Sie sich ein Bild von Ihrem Händler, bevor Sie den Kauf in Erwägung ziehen. Es gibt bei Lebewesen keinen Restposten. Der Züchter Ihres Vertrauens wird sein Angebot auch ein paar Tage für Sie verlängern. Folgende Onlineshops bieten Fischbesatzung für das Aquarium an (alphabeitsch):

  • aquahandel.de
  • aquahaus-gaus.de
  • aquaristik-total.de
  • aquarium-dle.de
  • e-pets.de
  • masterfisch.de
  • zierfisch-store.de
  • zooplus.de (Krebse und Garnelen)
  • zooshop-eu.de

 

 Transport/ Verpackung

Die moralischen Bedenken beim Transport von lebenden Tieren sind auch bei Fischen nicht von der Hand zu weisen. Selbstverständlich sind die Fischhändler keine skrupellosen Tierquäler. Durch geeignete Verpackungen versuchen sie, den Tieren den Transport so angenehm wie möglich zu machen. Durch das Versenden mithilfe von Expresspaketen wird die Dauer des Transports auf ein Minimum reduziert. Temperaturunterschiede werden durch Isolierverpackungen vermieden. Für eine ausreichende Sauerstoffversorgung sorgen Doppelbeutel oder die 1/3 Befüllung. Somit ist die Versorgung für mindestens 48 Stunden gewährleistet.

Bei niedrigen Temperaturen werden sogenannte Heatpacks eingesetzt, die eine Abkühlung der Wassertemperatur verhindern. Auch Zoofachgeschäfte werden auf diese Art und Weise beliefert. Einige Händler vereinbaren feste Liefertermine. Diese sind zwingend einzuhalten, damit der Paketdienst keine zweite Anfahrt unternehmen muss. Somit müssen die Tiere nicht unnötig in der Transportbox ausharren. Oft werden bei Großlieferungen Speditionen eingesetzt, deren Laufzeit die eines Expresspakets um etliches überschreiten.

Krankheit/ Zustand der Tiere

Züchtern und Vertreibern von Wirbeltieren wird der Sachkundenachweis § 11 des Tierschutzgesetzes auferlegt. Somit soll sichergestellt werden, dass selbst Hobbyzüchter ein Grundmaß an Qualifikationen besitzen, um Tiere artgerecht zu halten und zu verkaufen. Doch selbst dem besten Züchter kann es passieren, dass ein versendetes Tier nicht so fit ist, wie es im Becken den Anschein hatte. Wird ein krankes Tier geliefert und ins Becken gesetzt, ist die Schuldfrage schwierig. Besondere Sorgfalt hat hier der Verkäufer walten zu lassen. Die Tiere sollten z.B. vor dem Versand 1 Tag nicht mehr gefüttert werden. Somit wird verhindert, dass die Fische in dem beengten Transportbeutel mit Kot verunreinigen.

Ein engerer Kontakt mit dem Händler wird eine Kulanzeinigung mit sich bringen. Wird das Tier verendet geliefert, empfiehlt sich ein Foto des Kadavers in der Originalverpackung. Die meisten Händler akzeptieren diesen Beweis per Mail und erstatten den Kaufpreis zurück. Sollte der Fisch aufgrund einer erneuten Anfahrt nicht überlebt haben, erlischt im Normalfall jeglicher Regressanspruch.

Das Einsetzen der Fische


Etwa zwei Tage vor dem Eintreffen der Fische sollte ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden. Das empfangene Paket wird an einem dunklen Platz in der Wohnung bzw. im Haus geöffnet. Die Tiere waren viele Stunden in absoluter Dunkelheit, sie müssen sich erst an die direkte Beleuchtung gewöhnen. Der Übergang vom Dunkel ins Helle sollte ca. 10 Minuten dauern. Um die Temperatur des Wassers im Transportbeutel an die des Aquariums anzupassen, sollte der Beutel bis zu einer halben Stunde geschlossen bei ausgeschalteter Beleuchtung im Becken liegen. Anschließend wird der Transportbeutel in einem sauberen, frischen Eimer aufgeschnitten und entleert.

Das Transportwasser sollte in der folgenden halben Stunde becherweise mit Aquariumwasser verdünnt werden. Somit haben die Fische die Möglichkeit, sich an die neue Wasserqualität zu gewöhnen. Eine letzte Belastungsprobe für die Fische ist das Umsetzen per Kescher ins Becken. Die Fische dürfen nicht samt Transportwasser ins Aquarium geschüttet werden. Der Transport war für die Fische ein Stressereignis. Einige Arten sondern bei Stress Sekrete ab, die anderen Arten im Gesellschaftsbecken nicht behagen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Verwenden eines Quarantänebeckens. Die „Neuen“ werden nicht direkt ins Gesellschaftsbecken gegeben, sondern erhalten für einige Wochen ein separates, kleines Aquarium. Bis zu 3 Fische aus dem Gesellschaftsbecken sollten ihnen dabei Gesellschaft leisten. Da die Tiere durch den Transport sowohl ausgehungert wie auch abgekämpft sind, empfiehlt sich in dieser Quarantäne eine sparsame, hochwertige Fütterung. Da auch das Immunsystem geschwächt ist, haben die Fische im Quarantänebecken die nötige Ruhe, sich an die neuen Keime und Bakterien zu gewöhnen. Sollten fremde Krankheitserreger durch den Neuzugang in das Becken eingebracht werden, wird nicht der komplette Altbestand infiziert. Eine Quarantäne muss aufgrund der verschiedenen Inkubationszeiten mindestens 21 Tage betragen.

Wann lohnt es sich, Fische online zu kaufen?

Seriöse Onlineanbieter bieten einen fachgerechten Transport und vernünftige Preise. Allerdings sind die Versandkosten auch entsprechend hoch (generell nicht unter 20 Euro).

Ob es sich lohnt, hängt daher im Wesentlichen von der Bestellmenge ab. Wer im größeren Umfang ab etwa 50 bis 60 Euro kauft, kann mit dem Mehrpreis in der Regel gut leben.