Fische im eigenen Aquarium züchten

admin | Haltung/Pflege, Neuigkeiten
22 Aug 2012

Das Non-Plus-Ultra jedes Aquarianers ist selbstverständlich die eigene Aufzucht. Neben dem Einsatz eigens konzipierter Zuchtanlagen lässt sich das Paarungsverhalten von Fischen auch unter gewissen Bedingungen im herkömmlichen Aquarium anregen.

 

Voraussetzungen des Aquariums

Um einen Schnauzentriller beobachten zu dürfen, bedarf es außer einem gewissen Quantum Glück einiger Grundvoraussetzungen, ohne die das Warten auf die eigene Aufzucht vergebliche Liebesmüh´ ist. Fische fixieren ihren Fortpflanzungstrieb, wie der Großteil der Tierwelt auch, an der Jahreszeit. Die Aufgabe des Aquarianers ist es, durch Anpassung der Lichtverhältnisse und Temperaturen die Bedingungen der jeweiligen Jahreszeit zu simulieren. Im Frühjahr laichende Fische werden beispielsweise einen Anstieg der Temperaturen auf einen spezifischen Wert als Grundvoraussetzungen für Ihr Wohlbefinden benötigen. Darüber hinaus werden im Frühjahr die Tage länger. Die Beleuchtung ist demnach eher zu timen. Ein Dimmer hilft natürlich, einen Sonnenauf- und Untergang realistischer und schonender nachzuahmen. Von diesem Standpunkt aus gesehen, sollte die Beleuchtung in mehreren Blöcken zumindest für die Zeit der Zucht eingestellt werden.

Fischpopulation

Abgesehen davon sollte auch die Bevölkerung des Aquariums der bevorstehenden Aufgabe angepasst werden. Da die jeweiligen Voraussetzungen zur Zucht verschiedener Arten sehr weit auseinanderdriften, ist es sinnlos, diese bei der Zucht zusammenzulassen. Im Gegenteil: Bereits vor dem Ablaichen werden artfremde Fische als Störenfriede angesehen. Das aggressive Verhalten der zu züchtenden Fische dient dem Schutz der Nachkommen. Sollten die „Eltern“ im Vorfeld nicht in der Lage sein, ein „sorgenfreies Aufwachsen“ der Jungtiere zu gewährleisten, wird keine erfolgreiche Eiablage stattfinden. Auch eine Überpopulation der zu züchtenden Art ist nicht vorteilhaft. Fische sind in ihrer Auswahl des Partners betreffend nicht so anspruchsvoll wie der Mensch. Eine große Auswahl an möglichen Partnern wird das Konkurrenzverhalten fördern. Das steigt wiederum die Aggressivität und die Zucht wird fehlschlagen.

 

Aufzucht

Die Brutpflege umfasst ein weitreichendes Kapitel im Leben der meisten Fische. Auch im Aquarium ist die Brutpflege nötig, da die wenigsten Jungfische robust genug sind, um alleine durchzukommen. Insbesondere im Gesellschaftsaquarium hat der Aquarianer ein besonderes Augenmerk auf die Nachsorge der Brut zu legen. Fische haben ihre natürlichen Schutzmechanismen im Lauf der Evolution an die jeweiligen Bedingungen angepasst. Neben der Bewachung des Nests bei Stichlingen, über ausgeprägte Schwarmidentifikationen, ist das Maulbrüten eine besondere Art der Brutpflege. Je nach Fischart wird das Maulbrüten entweder vom männlichen, weiblichen oder von beiden Elternteilen ausgeführt. Dabei wird bei drohender (oder vermeintlich drohender) Gefahr die Nachkommenschaft vor Schutz gegen Fraßfeinde ins Maul genommen. Das Maulbrüten kann sich, ebenfalls artspezifisch, auf den nicht geschlüpften Rogen begrenzen, oder auf die Jungfische ausweiten. Vorteil des Maulbrütens ist ein schneller Ortswechsel inklusive Jungtiere. Der Platzmangel lässt dabei allerdings nur kleinere Gelege zu.

Verantwortung

Jeder Züchter oder Hobbyzüchter sollte bedenken, dass es sich auch bei Jungfischen um Lebewesen handelt. Experimente bezüglich der Nachsorge sind nicht mit den moralischen Grundsätzen eines vernünftigen Tierfreundes in Einklang zu bringen. Ebenfalls ist vor einer Überzüchtung oder Qualzüchtung aus ethnischen Überlegungen abzuraten.

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