Algen im Aquarium – was machen?

admin | Haltung/Pflege, Neuigkeiten
8 Aug 2012

Algen im Aquarium sind für jeden Aquaristen eine Plage. Zum einen sehen sie nicht gut aus und zum anderen gefährden sie die Gesundheit der Fische und Pflanzen. Meistens sind Algen ein Anzeichen für ein fehlendes Gleichgewicht im Wasser. Deswegen ist es wichtig, Mittel und Wege zu kennen, um den Algenwuchs zu verhindern beziehungsweise zu bekämpfen.

Wie Algen im Aquarium entstehen

Wenn in einem Aquarium verstärkt Algen auftreten, ist das meist ein Anzeichen für ein Ungleichgewicht im Wasser. So profitieren die Algen zum Beispiel von dem Nitrat, das die Fische ausscheiden. Kommen die natürlichen Bakterien durch eine Überzahl an Fischen nicht mit dem Abbau des Nitrats hinterher, können die Algen stärker wachsen. Doch auch ein zu intensives Licht mit falschen Farbanteilen kann zu einem verstärkten Algenwuchs führen. Nicht zuletzt muss die Menge an zugeführtem CO2 passen und das Wasser muss regelmäßig gewechselt werden. Wer ein Aquarium kaufen möchte, sollte sich deshalb über diese Dinge gut informieren.

Zu beachten ist auch, dass es ganz unterschiedliche Arten von Algen gibt. So können von Bartalgen (Rotalgen) über Pinselalgen bis hin zu Schwebealgen die unterschiedlichsten Algenarten in einem Aquarium auftreten. Einige davon sind natürlich und nützlich, weil sie das Umkippen des Wassers verhindern. Es muss jedoch verhindert werden, dass die Algen Überhand nehmen und die Gesundheit von Pflanzen und Fischen gefährden. Deswegen sollte der Algenwuchs von Anfang an eingedämmt und vorhandene Algen sollten genau bestimmt und gezielt behandelt werden.

Möglichkeiten, Algen im Aquarium zu verhindern

Der beste Schutz vor Algen besteht darin, deren Wuchs von vornherein einzudämmen. Dies geschieht am besten dadurch, dass Sie sich mit Ihrem neuen Hobby sehr genau auseinandersetzen, bevor Sie ein Aquarium kaufen. Wie viele Fische möchten Sie haben? Welche Pflanzen sollen in das Aquarium? Welche Lichtquellen können oder wollen Sie zur Verfügung stellen? All dies sind Faktoren, die sich auf den Algenwuchs auswirken können. Wenn Sie nämlich das Aquarium übervölkern, nicht genug CO2 einführen oder nicht regelmäßig eine Teilwasserwechslung durchführen, entstehen Algen unheimlich schnell.

Des Weiteren können Sie über die Fische das Entstehen von Algen verhindern. So gibt es einige Fischarten, wie die Saugschmerle, die sich von Algen ernähren. Hierfür ist es jedoch wichtig, immer nur eine genau abgestimmte Menge an Futter ins Wasser zu geben. Zum einen kann Futter, das nicht gefressen wird, den Algenwuchs fördern. Zum anderen haben die Fische keinen Appetit mehr auf Algen, wenn sie von dem angebotenen Futter bereits satt sind. Diese Methode eignet sich daher besonders für kleinere Aquarien mit relativ wenigen Fischen und geringer Futterzugabe.

Was tun, wenn Algen im Aquarium auftauchen?

Wenn Sie ein Aquarium kaufen und nach kurzer Zeit viele Algen auftreten, ist es wichtig, nach der genauen Ursache des Algenwuchses zu suchen. So kann zum Beispiel zu viel Nitrat oder Ammonium im Wasser sein, die Beleuchtung kann unzureichend sein oder ein Nährstoffungleichgewicht kann vorliegen. Es ist wichtig, diese Ursache eindeutig zu ermitteln und gezielt zu beseitigen. Beispielsweise, indem man mit einer Teilwasserwechslung den Nitratwert reguliert oder durch das Einsetzen einer geeigneten Glühbirne für eine optimale Beleuchtung des Aquariums sorgt. Ebenfalls wichtig ist es, einmal entstandene Algen per Hand mit einem Messer oder einem Sauger zu entfernen. Diese können den Pflanzen und Fischen dann nicht mehr schaden und senden auch keine Sporen aus, die weiteres Algenwachstum zur Folge haben.

Nicht zu empfehlen ist der übermäßige Einsatz von chemischen Mitteln. Diese haben nur bedingt Erfolg im Kampf gegen Algen, können aber die Gesundheit von Pflanzen und Fischen im Aquarium negativ beeinflussen. Bei vorsichtigem Einsatz können allerdings Produkte, welche die natürliche Bildung von Nitrat-abbauenden Bakterien fördern, für ein Aquarium sinnvoll sein.

 

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