Tipps zur Aquarium-Beleuchtung

admin | Einrichtung und Zubehör, Neuigkeiten
9 Aug 2012

Auch bei der Beleuchtung sollte dem Aquarianer Folgendes schnell klar werden: Jedes noch so idyllische Aquarium stellt leider keinen identischen Nachbau der Fauna & Flora fürs Wohnzimmer dar. Wesentlich treffender ist eine Beschreibung als realistische Simulation. So gesehen erscheint es logisch, dass man nicht nur ein Aquarien kaufen muss, sondern auch künstliches Licht zur Simulation von Tag und Nacht.

Grundlegende Informationen über den Gebrauch von Leuchten

Über die Dauer der Beleuchtung sind sich die Experten noch immer nicht einig. Die Beleuchtungszeit für Fische sollte täglich zwischen neun und elf Stunden liegen. Ob eine Mittagspause für Fisch und Pflanze schädlich ist, wird heiß diskutiert. Jedenfalls sollte ein Beleuchtungsspanne nicht weniger als fünf Stunden betragen. Beispielsweise kann von 7 bis 12 Uhr und von 16 bis 21 Uhr die Lampe eingeschaltet werden. Somit erhellen Sie Ihr Becken in zwei Blöcken zu je fünf Stunden und haben obendrein abends noch ein bisschen Zeit, um Ihr „Atlantis“ zu bewundern.

Fische, Muscheln und Schnecken sind dem künstlichen Licht gegenüber relativ unempfindlich, sie benötigen jedoch die Pflanzen, die wiederum auf das Licht angewiesen sind. Abgesehen davon, dass die Fische bei richtiger Beleuchtung ihr Umfeld so wahrnehmen, als wäre das Gewässer von der Sonne beschienen, wirkt sich die Bestrahlung positiv auf das Wohlbefinden und die Agilität der Wasserbewohner aus. Die Lichtintensität und Beleuchtungsdauer haben direkten Einfluss auf die Fotosynthese der Pflanze. Somit wirkt sich das Licht auf den Pflanzenwuchs und die Sauerstoffabgabe ins Wasser aus. Der lebensnotwendige Sauerstoff wiederum wird von den Fischen aus dem Wasser gefiltert. Somit gibt es ohne Licht keine Pflanzen, ohne Pflanzen keine Fische. Auch Riffaquarianer benötigen für das Korallenwachstum eine spezielle, künstliche Beleuchtung. Eine weitere nützliche Eigenschaft der externen Lichtquelle ist das Reduzieren der Algenbestände bei optimalem Einsatz. Nicht zuletzt erscheint Ihnen die beleuchtete Unterwasserwelt wesentlich interessanter als ein dunkles Becken.

Beleuchtungsarten und Eigenschaften

Direkt beim Aquarium kaufen entscheiden Sie bereits, welche Art von Licht Sie verwenden werden. In sogenannten Einsteigersets befinden sich meistens ein oder zwei handelsübliche Leuchtstoffröhren im Deckel des Aquariums. Es handelt sich um ein geschlossenes Aquariumsystem. Leuchtstoffröhren decken das gesamte Farbspektrum ab und sind für sämtliche Wassertypen bestens geeignet. T5-Lampen erobern seit Kurzem den Markt der Aquarianer. Die Weiterentwicklung der Leuchtstoffröhre verbraucht mit nur 16mm Durchmesser und einem Optimalwirkungsgrad von 35 °C wesentlich weniger Strom als ihre Vorgänger. Im offenen System dagegen gibt es keinen Deckel, weil in dieser Kategorie angestrebt wird, dass die Pflanzen aus dem Aquarium herauswachsen. Dennoch haben Sie beispielsweise mit Hängelampen für ausreichende Beleuchtung zu sorgen. HQI-Lampen (Halllogenmetalldampflampen) oder die schon fast veralteten HQL-Lampen (Quecksilberdampflampen) werden wegen ihrer hohen Intensität bei geringem Stromverbrauch bevorzugt.

Bei allen Lampentypen ist darauf zu achten, dass die Leuchtmedien für den Einsatz am Aquarium ausgewiesen sind. Dem natürlichen Tageslicht gleichen insbesondere Tageslichtlampen (sehr sinnvolle Bezeichnung). Die Farbtemperatur der verwendeten Tagslichtlampen sollte zwischen 5.300 und 6.500 Kelvin liegen. Niedrige Kelvinwerte geben einen warmen, rötlichen Farbbereich an. In Meerwasserbecken begibt man sich mit über 10.000 Kelvin weit in den kalten, bläulichen Sektor.

Beim Aquarium kaufen sollten Sie zudem darauf achten, ob in der Leuchte bereits Einstellmöglichkeiten vorhanden sind oder zusätzlich gekauft und vorgeschaltet werden müssen. Eine Zeitschaltuhr sollte Ihnen Ihre neuen Mitbewohner schon Wert sein. Da auch Pflanzen und Fische einen Biorhythmus haben, gedeihen sie wesentlich besser, wenn es täglich etwa zur gleichen Zeit hell und dunkel wird. Selbst auf die bevorstehende Fütterung können sich Ihre Fische besser einstellen, wenn Sie die Zeitabstände zum „Wecken“ beibehalten. Und da Sie auch nicht gerne mit einem Paukenschlag aus den Träumen gerissen werden wollen, gönnen Sie bitte auch Ihren Fischen einen Dimmer. Somit sind Sie in der Lage, sowohl einen Sonnenauf- wie auch einen Sonnenuntergang nachzustellen. Ihre Lieblinge werden es Ihnen durch besonders intensiv gefärbtes Schuppenkleid danken. Lichthungrige Pflanzen können durch den Einsatz von Reflektoren die benötigte Lichtmenge erhalten, ohne auf stärkere Lampen zurückgreifen zu müssen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen