Arten und Funktionsweise von Aquarien-Filtern

admin | Einrichtung und Zubehör, Neuigkeiten
22 Aug 2012

Sie sind das Herz eines jeden Aquariums – die Filter sorgen für sauberes Wasser und die richtigen Lebensbedingungen der Fische. Doch was für Arten gibt es und wie funktionieren sie?

Zweck eines Filters

Ein Aquariumfilter soll primär das Wasser des Aquariums von festen Rückständen des submaritimen Lebens befreien. Hierzu gehören vor allem Kot, Futterreste und Pflanzenteilchen. Durch den Filterdurchfluss wird zudem eine stete Strömung im Becken erzeugt, die das Wasser mischt und einer Schichtbildung vorbeugt. Wird ein Filter einige Zeit betrieben, bildet sich eine Kultur von Mikroorganismen auf dem Filtermaterial. Durch diese biologische Filterung wird das ökologische Gleichgewicht des Aquariums stabilisiert.

Innenfilter

Die üblichsten Filter werden im Inneren des Aquariums angebracht. Innenfilter sind sehr leise und verbrauchen kaum Strom. Sie sind für kleinere bis mittlere Becken ideal. Die Filterleistung ist wesentlich geringer als die der Außenfilter. In der Anschaffung ist der Innenfilter sehr günstig und wird deshalb gerne in Komplettsets angeboten.

Bei Schaumstoffpatronenfiltern wird das einströmende Wasser durch eine Ansaugöffnung im Boden des Filters durch das Filtermedium geführt, und am oberen Ende wieder ausgestoßen. Durch einen „Schnorchel“ kann in einigen Modellen zusätzlich Sauerstoff ins Wasser geführt werden. Eine Variation des Innenfilters ist der „Hamburger Mattenfilter“ Bei dieser Ausführung steht das Filtermedium in einer Ecke des Aquariums über die komplette Höhe. Durch Luftheber oder Pumpen wird ein Wasserkreislauf in Gang gesetzt. Diese Anströmung bewirkt das Durchdringen des Filters. Gemäß seiner Dimensionierung ist der Hamburger Mattenfilter sehr effektiv. Eine weitere Variante ist der Bodenfilter. Er ist nur für kleine Aquarien zu empfehlen. Der Bodenfilter besteht aus einem feinmaschigen Netz, das auf einem Rahmen unter der Kiesschicht eingesetzt wird. Zwischen der filternden Kiesschicht und dem Boden befindet sich ein Leerraum, der mit einem Steigrohr an eine Pumpe angeschlossen ist. Diese Pumpe sorgt dafür, dass das Wasser durch den Kies nach unten gesaugt wird. Der Kies übernimmt die Filterung des Wassers. Ein weiterer geläufiger Vertreter ist der Lufthebelfilter. Bei diesem Schaumstoffpatronenfilter wird das Wasser jedoch nicht angesaugt. An dem Lufthebefilter wird durch einen Schlauch eine externe „Luftpumpe“ angeschlossen. Die in den Filter geführten Luftblasen steigen durch ein Steigrohr nach oben und ziehen Wasserteilchen mit. Das Luft-Wassergemisch wird durch eine Schaumstoffmatte geführt, welche die biologische Filterung übernimmt. Die mechanische Säuberung erfolgt durch die Schwerkraft.

 

Außenfilter

Bei größeren Becken wird der Einsatz eines Außenfilters nahegelegt. Die Ansaugöffnung und der Ausströmer befinden sich unterhalb des Pegelnullpunktes, um ein Luftsaugen zu vermeiden. Der Vorteil des Außenfilters ist, dass seine Dimensionen nicht begrenzt sind, er kann also eine wesentlich höhere Leistung erbringen als ein Innenfilter. Ein weiterer Pluspunkt ist der frei wählbare Einsatz der Filtermaterialien, die auch schichtweise abgewechselt werden können.

Im Sandfilter strömt das zu filternde Wasser durch ein Extrabecken unterhalb des Aquariums. Ähnlich wie in einer Kläranlage durchströmt es nacheinander verschiedene Materialien. Die immer feiner werdenden Poren reinigen das Wasser, bis es am Ende durch eine Pumpe ins Aquarium zurückgeführt wird. Ein vergleichbares Prinzip birgt der Rieselfilter. Dieser externe Reiniger wird über dem Aquarium angebracht. Wasser wird von oben in den Filter eingepumpt und durchläuft mehrere Schichten verschiedener Filtermedien. An der Unterseite des Filters befindet sich eine Schale mit Löchern, durch die das gereinigte Wasser ins Aquarium „zurückregnet“. Die aufwendige Installation hat den Rieselfilter nahezu vom Markt verdrängt. Der Rucksackfilter oder Anhängefilter ist von der Funktionsweise ein Innenfilter, der am Außenrand des Beckens hängt.

 

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