Nanoaquarium einrichten – Informationen für Anfänger

Aquarium-Arten, Neuigkeiten

Beim Einrichten eines Nanobeckens gelten im Prinzip dieselben Richtlinien wie bei einem großen Aquarium. Das ist nicht besonders verwunderlich, da es sich bei Nanoaquarien um nichts anderes als Aquarien handelt, nur eben im Kleinformat. Das Wort Nano stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Zwerg“. Oft wird der Ausdruck „Nanocube“ verwendet, weil es sich um häufig Gefäße mit quadratischer Grundfläche handelt.

Grundüberlegungen beim Kauf eines Nanos

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Nanobecken sind von 10 Litern bis 60 Litern Fassungsvermögen im Handel erhältlich. Alles, was mehr Volumen bietet, zählt streng genommen nicht mehr zu den Nanos. Vor dem Kauf sollte bereits feststehen, ob Tiere das Nanoaquarium bereichern sollen. In diesen Fällen scheiden Cubes unter 20 Litern zwecks artgerechter Tierhaltung aus. Bei Nanos gilt ebenfalls die Grundregel: pro Liter Wasser maximal 1 Zentimeter Fisch. Genauer gesagt ist die Grenze hier noch ein wenig nach unten geschraubt. In einem 30-Liter-Becken sollten höchstens 25 Zentimeter Fisch ein Zuhause finden. Das bedeutet, wenn der Wunschfisch im ausgewachsenen Zustand 2,5 Zentimeter lang wird, dürfen maximal 10 Exemplare eingesetzt werden. Bei etwas breiter gebauten Arten wie den Platys ist die Besatzzahl weiter zu reduzieren.

Einrichten des Nanocubes

Foto: Sergej Schink unter cc-by-sa

Beim Kauf des Nanos sollten die technischen Bestandteile, der Bodengrund sowie die Pflanzen mitbesorgt werden. Auch ein Nanobecken benötigt Filter, Beleuchtung und Heizstab. Da nicht sehr viel Wasser gereinigt werden muss, genügt ein kleiner Innenfilter. Auch der Heizstab muss nur über eine geringe Leistung verfügen. Die Beleuchtung ist bei geschlossenen Systemen im Deckel integriert. Wer sich für ein offenes System entscheidet, kann die Lampe wie gewohnt über den Cube hängen. Der Bodengrund wird, wie auch in größeren Aquarien auf eine Düngeschicht gelegt. Schließlich werden die Pflanzen eingesetzt. Ein leichtes Ziehen an den Pflanzen hilft nach dem Einsetzen, die Wurzeln richtig auszurichten. Fertig ist das Nano – ohne Tiere.

Einfahren des Nanobeckens


Wer sich für die Tierhaltung entscheidet, lässt das Becken in diesem Zustand ein paar Wochen laufen. Der Tag-Nacht-Betrieb wird am sinnvollsten per Zeitschaltuhr gesteuert. Die korrekte Wassertemperatur wird mit einem Thermometer kontrolliert. Der „Probelauf“ des Beckens wird „Einfahren“ genannt. Dadurch werden Bakterien gebildet, die für das spätere Überleben der Fische unerlässlich sind. Sie sorgen beispielsweise für den Abbau des Nitrits, das durch den Kot der Fische ins Wasser gelangt. Das chemische Gleichgewicht und somit das Ökosystem Aquarium kann ohne diese Bakterien nicht funktionieren. Ob das Einfahren erfolgreich war, wird der Zoofachhändler anhand einer Wasserprobe feststellen, die zum Fischkauf mitgebracht werden sollte. Sind die korrekten Werte noch nicht erreicht, können Bakterien entweder gekauft und eingesetzt werden, oder der Aquarianer muss sich noch eine Weile gedulden.