Ideen für Aquarium ohne Fische

Aquarium-Arten, Neuigkeiten

Nicht jeder möchte in seinem Becken Fische halten. Ein Aquarium ohne Fische steht für weniger Pflegeaufwand und Verantwortung und kann optisch dennoch einiges hermachen. Welche Möglichkeiten hat man bei der Einrichtung?

Fischfreie Nanos

Foto: Sergej Schink unter cc-by-sa

Ein Aquarium soll im eigentlichen Sinne eine Unterwasserwelt möglichst detailgenau nachbilden. Da die meisten Menschen lieber Tiere als Bäume betrachten, sind in sehr vielen Aquarien Fische eingesetzt. Das muss aber nicht unbedingt sein. Insbesondere Nanobecken sind für fischfreie Aquarien bestens geeignet. Nanobecken sind sehr kleine Aquarien. Die Becken beginnen bereits mit 10 Liter Fassungsvermögen und verfügen häufig über eine quadratische Grundfläche. Daher werden sie häufig als Nanocubes bezeichnet. Da die Cubes aufgrund ihres Platzmangels ohnehin nur sehr wenigen Fischen ein artgerechtes Zuhause bieten können, werden sie oft als reine Pflanzenwelt benutzt. Auch hier lassen sich mit Filtern Strömungen erzeugen, die durch verschiedene Pflanzen und Dekorationen fantastische Unterwasserszenarien bewirken.

 Korallenbecken

Jeder Tauscher wird zweifelsohne bestätigen, dass Korallen eine große Anziehungskraft besitzen. Allerdings sind Salzwasseraquarien mit etwas Know-how oder/und etwas höherem finanziellen Aufwand verbunden. Ein Miniriff in den eigenen vier Wänden lässt die monetäre Problematik allerdings schnell in den Hintergrund treten. Meerwasseraquarien sind dank moderner Technik nicht mehr auf Weichkorallen reduziert. Verschiedenste lang- und kurzpolypige Steinkorallen gehören ebenfalls zur Auswahl der gängigen Aquarienkorallen. Diese Nesseltiere erstrahlen in sämtlichen Farben und Formen. Sie werden insbesondere bei entsprechender Beleuchtung zum unvergleichbaren Naturschauspiel.

 Garnelen, Krebse & Co.

Fischfrei bedeutet nicht, dass keine Tiere im Aquarium leben. Der Zweig der Garnelenliebhaber verlagert sich zunehmend vom Restaurant in die Aquaristik. Garnelen fühlen sich bereits in sehr kleinen Becken pudelwohl. Sie zeigen sich auch in größeren Gruppen sehr friedlich und bekämpfen den Algennachwuchs. So robust Garnelen auch aussehen, sie sind meist empfindlich gegenüber der Wasserqualität. Regelmäßige Kontrolle löst auch dieses Problem. Bei Krebsen gilt das Motto: Weniger ist mehr! Diese anmutenden Geschöpfe haben ihre Waffen nicht zum Spaß. Auf 2 Liter Wasser darf maximal 1 Zentimeter AUSGEWACHSENER Krebs gerechnet werden. Krebse brauchen viele Unterschlupfmöglichkeiten wie Wurzeln und Steine. Ansonsten nehmen Krebse die Gestaltung ihres Aquariums selbst in die Hand (bzw. Scheren). Lasst euch überraschen. Für Garnelen-Anfänger sehr zu empfehlen ist das GU-Buch „Süßwasser Garnelen“, siehe Bild oben rechts. Hier bekommen Sie das Buch für nur 7,99€

 Schnecken

Ein weiterer Vertreter der Wirbellosen sind die Schnecken. Obwohl sie in Fischbecken ungerechterweise unbeliebt sind, verfügen Schnecken über eine besondere Ausstrahlung. Sie sind zwar nicht die Schnellsten, aber durch die Vielfalt ihrer Häuser birgt auch ein Schneckenaquarium seine optischen Reize. Schnecken sind sehr pflegeleichte, robuste Geschöpfe. Und daher insbesondere für das Nano im Büro oder Änliches geeignet.

 Schildkröten


Schildkröten sind eine beliebte Alternative zu Fischen im Aquarium. Bestimmte Arten wie die Rot- oder Goldwangenschildkröte lassen sich in größeren Becken unterbringen. 10 Liter pro Zentimeter Panzerlänge gilt als Faustformel. Schildkröten haben eine starke Verdauung. Zwei Teilwasserwechsel wöchentlich sind das absolute Minimum.