Fische für Nanoaquarium

Aquarium-Arten, Neuigkeiten

Nanoaquarien lassen sich wegen ihrer geringen Größe flexibel aufstellen und einrichten. Beim Thema Fischbesatzung wird es jedoch heikel – sind Fische für ein Nanoaquarium überhaupt geeignet?

Ist Fischhaltung in Nanos möglich?


Bei Nanoaquarien handelt es sich um Kleinstbecken mit einem Volumen ab 10 bis 20 Litern. Das Wort Nano stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Zwerg“. Trotz aller Minifische und Kleinzüchtungen ist beim Besatz von Nanos zu bedenken, dass die Tiere ein gewisses Maß an Auslauf benötigen. Auch Pflanzen, Wurzeln und andere arttypische Gegenstände haben sich in ausreichendem Maße im Aquarium zu befinden. Daher wird im Sinne der artgerechten Tierhaltung empfohlen, das Besetzen mit Fischen erst ab einer Größe von 30 Kubikzentimetern ins Auge zu fassen. Darüber hinaus sollten höchstens 1-2 Arten in diesen beengten Räumen gehalten werden. Da das biochemische Gleichgewicht in Nanos sehr instabil ist, ist genauestens darauf zu achten, nicht zu viel zu füttern. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel steht auch auf dem Programm, wenn das komplette Futter bei jeder Fütterung sofort angenommen wird.

Der Besatz

Nano-Aquarium mit Fishen

Foto: Sergej Schink unter cc-by-sa

Nanocubes mit 60 Liter Fassungsvermögen bieten schon eine beträchtliche Auswahl an Besatzmöglichkeiten. Aber auch in bei 30 Litern Fassungsvermögen lassen sich JE NACH GESETZESLAGE einige Vertreter der kleinen Zierfische beheimaten. Minifische mit wenig Bewegungsdrang sind für Nanobecken natürlich am Besten geeignet. Die bevorzugte Fischart sollte Wasserschwankungen gegenüber nicht allzu empfindlich reagieren. Der beliebte Goldfisch scheidet aufgrund seiner Wachstumsmöglichkeiten aus. Er kann bis zu einem halben Meter lang werden und würde im Nanocube lediglich zum Krüppelwuchs dezimiert werden. Kampffische sollten generell erst ab 60 Litern gehalten werden, da sie naturgemäß stark revierbildend sind. Die Besatzregel lautet auch hier pro Liter Wasser höchstens 1 Zentimeter Fisch. Bei einem 30-Liter-Cube sollten nicht mehr als 25 Zentimeter eingesetzt werden. Beispielsweise wird der Boraras brigitae etwa 2,5 Zentimeter lang. Davon dürften demnach 10 Exemplare eingesetzt werden. Diese Berechnung beinhaltet leider nicht die Gesamtkörpermasse des Fisches. Ein ebenfalls kleiner, aber rundlicher Platy wird eine so hohe Besatzdichte nicht vertragen. Fische über 4 Zentimeter sollten prinzipiell nicht in kleinen Nanos gehalten werden, da sich der reduzierte Besatz nachteilig auf das arttypische Schwarmverhalten vieler Zierfische auswirkt.

Kleine Auswahl an geeigneten Fischen

Ein geeigneter Fisch für kleine Nanos ist der Guppy. Am sinnvollsten bemüht sich der Nano-Fan um eine möglichst ursprüngliche Züchtung, da diese im Regelfall am robustesten sind. Allerdings sollte auch hier bereits eine Möglichkeit gegeben sein, die Nachkommen unterzubringen. Die 3,5 Zentimeter lange Schmetterlingsbarbe lässt sich nach obiger Besatzregel ebenfalls in kleinen Nanos halten. Als bodenrevierbildender Fisch wäre die 2 Zentimeter große Zwerggoldringelgrundel zu erwähnen. Allerdings sollte vor dem Kauf gefragt werden, ob diese Individuen an Trockenfutter gewöhnt sind. Auch der farbenprächtige Moskitobärbling kommt mit geringen Anforderungen aus und ist daher für Nanobecken geeignet. Perlhuhnbärbling, Dreiflügelzwergwels und Funkensalmer sind nur einige weitere Minifische, die sich ebenfalls in kleinen Becken heimisch fühlen können.

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